Infektionskrankheiten beim Hund

Es gibt verschiedene Infektionskrankheiten beim Hund, die sich über Viren oder Bakterien übertragen. Ihre Ausbreitungen werden versucht durch Impfungen, also Immunisierungen, einzuschränken. Wichtig ist dabei, dass es bei der Länge der Haltbarkeit auf den Hersteller des Impfstoffes ankommt und dieses bei den Impfrhythmen berücksichtigt werden muss.

Staupe oder auch Canine Distempfer genannt ist eine Tröpfcheninfektion. Es kann zu einer direkten oder aber zu einer indirekten Übertragung kommen, dies bedeutet, die Infektionsgefahr besteht bei Kontakt mit einem infizierten Tier und bei einem infizierten Gegenstand.

Besonders gefährdet sind junge Hunde, die zwischen vier und sechs Monate alt sind und in Städten, Zwingern und Tierheimen leben.

Diese hochansteckende Krankheit greift die Atemwege, das Nervensystem und den Verdauungstrakt (Gastrointestinaltrakt) an. Dabei lassen sich die Symptome in zwei Formen unterteilen. Zu den akuten Symptomen gehört Fieber von ungefähr 41° Celsius, Apathie und Nasen und Augen Ausfluss, der von wässrig bis eitrig sein kann. Zusätzlich kommt es zur Dehydrierung und Durchfall (Diarrhoe), sowie zur „Hartballenkrankheit“, wobei es zur übermäßigen Verhornung von Nase und Ballen kommt.

Bei der chronischen Form treten zusätzlich noch neurologische Symptome auf. Das Virus greift dann auch das Nervensystem an und der Hund zeigt Kreiselbewegungen, Kopfschiefhaltung, sogenannte Staupeticks (Muskelzuckungen), Krämpfe, starkes Speicheln, Kaubewegungen und Lähmungserscheinungen.

Die Inkubationszeit beträgt drei bis sieben Tage. Beim Ausbrechen der Krankheit kommt es zur Behandlung der einzelnen Symptome. Um Infektionen vorzubeugen, sollte der Hund regelmäßig geimpft werden.

Hepatitis ist eine hoch ansteckende Leberentzündung. Hauptsächlich wird diese über die Aufnahme von infizierten Urin, Kot und auch Speichel übertragen, wobei trotz klinischer Heilung der Virus noch bis zu einem Jahr in seinem Wirt überlebt und mit ausgeschieden wird.

Besonders betroffen sind hier auch wieder Welpen, aber auch nicht geimpfte ausgewachsene Hunde. Zusätzlich können Ektoparasiten bei der Übertragung eine Rolle spielen.

Symptome sind bei Hepatitis, Fieberschübe, Druckempfindlichkeit des Abdomens und Lebervergrößerung. Aber auch eine Vergrößerung der Mandeln und der Lymphknoten kommen vor, wobei es sich bei diesen um eine Schwellung handelt. Zusätzlich kommt es auch zu Husten und verstärkten Atemgeräuschen, sowie  zu Symptomen des zentralen Nervensystems, was Depressionen und Orientierungslosigkeit mit einschließt.

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Eine Erholung ist nach der ersten Fieberphase möglich, wenn es sich um einen milden Verlauf handelt. Bei einem perakuten Verlauf kommt es häufig innerhalb weniger Stunden zum Tod des Hundes nach Auftreten der Symptome. Es ist keine Behandlung möglich, sobald ein Hund sich infiziert, wobei die Inkubationszeit ebenfalls drei bis sieben Tage entspricht.

Vorbeugend sollte der Hund geimpft werden und zusätzlich sollte auf gute Hygiene geachtet werden.

Parvovirose, auch als Hundeseuche bekannt, ist eine Viruserkrankung, die durch Sekundärinfektionen mit Bakterien verschlimmert werden kann. Der Erreger löst hämorrhagische Gastroenteritis, welches mit starken blutigen Durchfall beginnt und Myocarditis, also Herzmuskelentzündungen aus. Übertragen wird der Erreger durch oralen Kontakt mit Kot oder anderen infizierten Gegenständen. Die Inkubationszeit beträgt zwischen vier und zehn Tagen. Symptome, die auf Parvovirose hindeuten sind Depressionen, Inappetenz, Erbrechen, hohes Fieber und Durchfall. Dadurch kommt es zu hohem Verlust von Flüssigkeit und somit zur Dehydrierung, welches wiederrum zum Tod des Hundes führen kann.

Ist ein Hund erkrankt, wird er als erstes einer Infusionstherapie unterzogen, um der Dehydrierung entgegen zu wirken und die Sekundärinfektionen werden behandelt. Auch hier ist eine Impfung vorbeugend, um eine Infektion zu verhindern. Wichtig ist, dass es Hunderassen gibt, die anfälliger für den Erreger sind.

Leptospirose wird durch den Urin, aber auch von einem Biss infizierter Tiere übertragen oder durch die Aufnahme von infizierten Gewebe und tritt häufiger in warmen Gegenden mit hohem Niederschlag auf. Die Symptome sind vielfältig und können fast gar nicht auffallen oder tödlich verlaufen. Dazu gehört, Fieber, Zittern, Apathie, starker Durst, Menge und Häufigkeit vom Urinieren, Dehydrierung, Erbrechen und Durchfall, Gelbsucht und Leber- und Nierenversagen. Ein erkranktes Tier wird mit Antibiotika und einer Therapie für die auftretenden Symptome behandelt. Ebenfalls gilt vorbeugend die Impfung.

Der Zwingerhusten, auch Parainfluenza genannt, ist eine hoch ansteckende Krankheit, die eine akute oder chronische Entzündung der oberen Atemwege auslöst. Übertragen wird dieser durch direkten Kontakt, also Husten, Niesen oder Beschnuppern, aber auch über indirekten Kontakt von zum Beispiel infizierten Gegenständen. Steckt sich ein Hund mit nur einem einzelnen Erreger an, so kommt es zu anfallartigem Husten, Nasenausfluss und einer Bindehautentzündung. Steckt sich der Hund mit einer Kombination aus mehreren Erregern an, so können Fieber. Apathie, Inappetenz, eine chronische Bronchitis Symptome sein und bei jungen Welpen sogar zum Tod führen. Um den Zwingerhusten zu behandeln, werden Antibiotika und ein Bronchien erweiterndes Arzneimittel verwendet, ebenso wird eine Aerosoltherapie genutzt. Vorbeugend, kann hier ebenfalls wieder geimpft werden.

Um diese Infektionskrankheiten zu vermeiden, werden die Hunde geimpft. Damit eine Immunisierung zustande kommen kann, werden Welpen schon mit sechs bis acht Wochen geimpft. Diese Impfung erfolgt in einem Abstand von vier Wochen nochmal und muss später für eine Grundimmunisierung ein Jahr später wiederholt werden. Je nach Hersteller finden dann alle weiteren Impfungen statt. Bei Nobivac müssen die Komponenten Staupe, Hepatitis und Parvovirose nach der Grundimmunisierung alle drei Jahre geimpft werden und Leptospirose und Parainfluenza jährlich. Zudem gehören alle diese Viruserkrankungen, ausgenommen der Zwingerhusten, zu den Core-Komponenten. Dies sind Komponenten, gegen dessen Erreger jedes Tier zu jeder Zeit geschützt sein sollte. Zwingerhusten gehört hierbei zu den Non-Core-Komponenten, wobei hier die Tiere unter besonderen Umständen geschützt sein sollten.

 

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