Alles über Kaninchen

Das Hauskaninchen und seine Artgenossen

Das Hauskaninchen (Oryctolagus cuniculus) ist eine Abstammung des Wildkaninchens und gehört zur Familie der Hasenartigen. Das Hauskaninchen eignet sich sehr gut als Familientier, weil es sehr verspielt und anhänglich ist. Da es aber ein geselliges Tier ist, sollte es nicht allein gehalten werden.

Steckbrief des Hauskaninchens

  • gehört zur Familie der Hasenartigen
  • die ursprüngliche Heimat ist Spanien
  • das Körpergewicht beträgt, je nach Rasse, zwischen 1 kg und 8 kg
  • die Lebenserwartung liegt bei etwa 8 Jahren, bei guter Haltung und Pflege bis zu 12 Jahren
  • sind gesellige Tiere – es sollte mindestens zu zweit gehalten werden
  • brauchen viel Auslauf und eine artgerechte Haltung

Arten und weitere Informationen des Hauskaninchen

Die beliebteste und meistgekaufte Art ist das Zwergkaninchen. Es gibt dieses Hauskaninchen einfarbig oder auch als mehrfarbige Variante (Schecke), mit hängenden Ohren (Zwergwidder) oder stehenden (Löwenkopfkaninchen).

In der Haltung als Hauskaninchen sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. So sollte Heu, Obst, Gemüse, Gras und Stroh ausreichend vorhanden sein. Da die Zähne des Hauskaninchens ständig wachsen, sollte auch auf Äste und Zweige geachtet werden, damit sie genügend zu knabbern haben. Hauskaninchen sollten beim Freilauf in der Wohnung nicht unbeaufsichtigt bleiben, da sie naturgemäß alles anknabbern, was nach Futter aussieht – darunter zählen leider auch Stromkabel.

Andere Artgenossen des Hauskaninchens sind der Feldhase (Lepus europaeus), das Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) – auch Kaninchen Hase genannt – und der Pika (Ochotonidae).

Hasen und Kaninchen werden schnell miteinander verwechselt. Es gibt aber zahlreiche Merkmale, um die Tiere zu unterscheiden. Der Hase hat längere Ohren und kräftigere Hinterbeine. Es hat seinen Lebensraum auf freiem Feld und ist Einzelgänger. Neugeborene Hasen haben Fell, offene Augen und sind Nestflüchter. Kaninchen hingegen sind kleiner und leben in Erdbauten. Es ist ein Rudeltier und die Neugeborenen kommen nackt und blind zur Welt. Junge Kaninchen sind Nesthocker.

Kaninchen als Haustiere

Ein Kaninchen als Haustier gefällt sowohl Eltern, als auch Kindern. Das Kaninchen entzückt mit seinem niedlichen Äußeren, den Knopfaugen und dem plüschigen Fell wohl jeden Tierliebhaber. Doch bevor Du Dir ein Kaninchen als Haustier anschaffst, solltest Du sicher sein, alle seine Bedürfnisse in seinem langen Tierleben erfüllen zu können. Was aber benötigt das Haustier Kaninchen?

Wissenswertes zum Haustier Kaninchen

Kaninchen sind bei guter Pflege langlebige Gesellen. Sie können bis zu zehn Jahre alt werden und benötigen in dieser Zeit immer ausreichend Beschäftigung und Pflege. Sie lieben es, neugierig ihre Umgebung zu erkunden und zusammen mit Artgenossen in einem ausreichend großen Käfig mit Auslauf herum zuspringen. Wenn man sich täglich und ausgiebig mit ihnen beschäftigt werden sie sehr zutraulich, fressen einem aus der Hand und genießen jede Streicheleinheit.

Die Anschaffung eines Kaninchens als Haustier bei einem Züchter oder im Zoofachhandel kostet nicht viel. Davon sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen, denn im Laufe ihres Lebens benötigen die Haustiere Kaninchen jede Menge Einstreu, Rau- und Trockenfutter sowie frisches Obst- und Gemüse. Natürlich muss auch immer frisches Wasser zur Verfügung stehen. Auch die Kosten für die notwendigen Tierarztbesuche sollte man nicht vergessen.

Das Kaninchen ist kein Weihnachtsgeschenk

Leider kommt es immer wieder vor, dass das Haustier Kaninchen als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum landen. Es ist als Spielkamerad für die Kinder gedacht, die aber oft schon nach kurzer Zeit das Interesse verlieren. Die Familie stellt fest, das ein Kaninchen als Haustier eigene Bedürfnisse hat, viel Arbeit bereitet und Zeit und Geld kostet. Fühlen sich Eltern und Kindern mit dieser Verantwortung überlastet, wird das Kaninchen oft ins Tierheim abgeschoben. Daher sollten sich alle Familienmitglieder vor dem Kauf von einem Kaninchen als Haustier sehr sicher sein, ein Leben lang für das Tier sorgen zu können.

Ein Kaninchen kaufen

Vor der Anschaffung eines Kaninchens ist es sinnvoll, sich eingehend über dessen Bedürfnisse zu informieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wo Du ein Kaninchen kaufen kannst. Viele Zoohandlungen bieten Zwergkaninchen zum Kauf, und in den Kleinanzeigen der Tageszeitungen oder im Internet werden sie auch manchmal angeboten. Wer sich dazu entschließt, direkt vom Züchter zu kaufen, hat eine größere Auswahl.

In vielen Tierheimen warten ebenfalls Kaninchen darauf, ein liebevolles zu Hause zu finden. Oftmals stehen diese Tiere dem Einkauf beim Züchter oder in einer Zoohandlung in Nichts nach und es ist in jedem Fall eine Überlegung wert, dass Tierheim vorzuziehen. Damit bereitest Du den Tieren sicherlich eine große Freude!

Wenn Du ein junges Kaninchen kaufen willst, sollte es mindestens acht Wochen alt sein, bevor es von der Mutter getrennt wird. Mit folgenden Kosten sind beim Kaninchen kaufen zu rechnen:

Je nach dem, ob das Kaninchen in einem Käfig in der Wohnung oder draußen in einem Stall leben soll, entstehen unterschiedliche Kosten. Ein einzelnes Kaninchen benötigt eine Fläche von etwa 140 x 70 Zentimetern. Für die Kaninchenhaltung im Innenbereich sind im Fachhandel passende Käfige erhältlich. Wenn Du aber ein Kaninchen kaufen möchtest, das draußen leben soll, ist ein solider Stall notwendig. So wird es vor allen Witterungseinflüssen geschützt.

Für einen guten Kaninchenkäfig musst Du mit Ausgaben bis zu 100 Euro rechnen, ein Kaninchenstall kann je nach Größe bis zu 250 Euro kosten. Für ein eventuelles Kaninchen-Freigehege müsstest Du bis zu 100 Euro bezahlen und für notwendiges Zubehör wie Fressnapf, Trinkflasche, Häuschen und Krallenschere ist mit weiteren 30 Euro zu rechnen. Wenn Du ein Kaninchen kaufen willst, können außerdem noch Kosten für den Tierarzt entstehen, diese belaufen sich auf mindestens 15 bis 20 Euro jährlich. Die laufenden Ausgaben für Heu, Streu, Trockenfutter, frische Karotten, Kohl und einem Nagestein belaufen sich auf etwa 10 bis 15 Euro im Monat.

Weitere wichtige Gesichtspunkte

Wenn Du ein Kaninchen kaufen willst, solltest Du darauf achten, dass es an einem ruhigen Platz steht, da Kaninchen sehr schreckhafte Tiere sind. Außerdem muss der Stall oder Käfig mindestens einmal in der Woche komplett gesäubert werden, besser wäre es wenn Du das zweimal in der Woche machst, Du magst es ja auch gern sauber um Dich herum.

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Lerne Dein Kaninchen zu verstehen

Oft ist es so, vor allem wenn man ein Tier geschenkt bekommt, dass das mögliche Interesse gar nicht so groß ist, wie es das Tier benötigt. Es ist wichtig für Dich und auch für Dein Kaninchen, das Kaninchen verstehen zu lernen. Hierbei wollen wir Dir natürlich gerne mit Rat und Tat, als auch zahlreichen Tipps zur Seite stehen.

Kaninchen verstehen war vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Vor ungefähr 40 Jahren wäre der Ansatz ein Kaninchen verstehen zu wollen eher undenkbar gewesen, hat man zu dieser Zeit doch eher über ein günstiges Zuchttier nachgedacht und das Wesen des Tieres um des Profitwillen vernachlässigt. Es war nicht die Zeit der Individualisierung des Tieres. Heutzutage beschäftigt man sich allein schon seitens der Tierärzte viel mehr mit den Bedürfnissen des Kaninchen als eigenständiges Individuum, eben als Haustier, so wie man Pferden, Hunden oder Katzen diese Bedeutung schon lange zumisst.

Das Kaninchen verstehen anhand von Körpersprache und Lauten

Damit das Kaninchen zu verstehen auch Spaß bereitet, sei Dir im Vorfeld gesagt, dass ein Tier, ähnlich wie auch bei Menschen, nur dann zum besten Freund werden kann, wenn Du im Umgang mit dem Tier anhand seiner Körpersprache, Laute oder Gestiken ablesen kannst, was es hat.

Kaninchen können natürlich nicht sprechen wie wir Menschen, aber sie machen sich eben auf ihre ganz eigene Art und Weise bemerkbar. Wir möchten, genauso wie Du, dass Dein neuer kleiner Rammler sich rundum wohl fühlt und dass erreichen wir nur, wenn Du als Halter eines Kaninchens das Bewusstsein aufbringst, die Sprache des Tieres, das Kaninchen Verhalten, als auch seine Laute zu deuten und verstehen. Aus diesem Grund haben wir für Dich die wichtigsten Muster von Kaninchen Verhalten einmal genauer zusammengestellt.

Das Verhalten des Kaninchens

Das Kaninchen Verhalten gibt Aufschluss und Anzeichen über das Befinden des Tieres. Anhand des Kaninchen Verhaltens kannst Du Dein Kaninchen verstehen lernen. Viele dieser Beobachtungen wurden natürlich schon von anderen Kaninchenhaltern und Kaninchenzüchtern gemacht, und dabei haben sich Verhaltensmuster gezeigt, welche sich wiederholen, anhand denen man das Tier besser verstehen lernen kann.

Durch zahlreiche sich wiederholende Muster im Kaninchenverhalten kann man heute mit gewissen Schablonen arbeiten, um sein Karnickel besser zu verstehen. Diese Schablonen möchten wir Dir natürlich an die Hand geben, damit für Dich in Zukunft beim Beobachten Deines kleinen Kaninchens einiges verständlicher wird.

Wodurch wird Kaninchenverhalten beeinflusst?

Verhalten lässt sich allgemein gesagt – gleich ob beim Menschen oder beim Tier – grundsätzlich durch zwei Merkmale beeinflussen. Das Kaninchenverhalten ist demnach gleich wie das menschliche Verhalten von zwei Faktoren abhängig.

  • Faktor Erbanlagen oder aber die Natur des Kaninchen Verhaltens
  • Faktor Umwelt – durch Erfahrung geprägtes Verhalten von Kaninchen

Beide Faktoren spielen zusammengenommen eine große Rolle, wie sich das Verhalten von Kaninchen aufgrund von Erbanlagen und der bisherigen Erlebnisse und Erfahrungen entwickelt.

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Kaninchenzucht

In der Kaninchenzucht wird meist die Reinzucht betrieben. Die Kaninchenzucht ist also eine reine Paarung von gleichen Kaninchenrassen. Für die Zucht von Kaninchen benötigt man das Wissen über die richtige Kaninchenhaltung und ihre Ernährung. Um eine gute Züchtung zu gewährleisten, ist es von großer Wichtigkeit, die Kaninchen vor Kaninchenkrankheiten zu bewahren.

Tierauswahl für die Kaninchenzucht

Zunächst wird eine Kaninchenrasse für die Kaninchenzucht ausgewählt. Die Rasse des Tieres bestimmt oftmals auch schon die Eigenschaften des gezüchteten Jungtiers. Die Kaninchenzucht wird eingesetzt, um Kaninchenprodukte zu erhalten. Aus diesem Grund wird bei der Rassenauswahl auf den Ertrag von Fleisch, Fell und Wolle des Tieres geachtet.

Unter diesen Gesichtspunkten haben die Züchter ein besonderes Auge auf die Größe, die Körperform und die Qualität vom Kaninchenfell. Außerdem ist auch das Kaninchen Verhalten ausschlaggebend für die Entscheidung für das eine und gegen das andere Kaninchen.

Die Kaninchenzucht erfordert eine hohe Fruchtbarkeit der Häsin und eine hohe Bereitschaft der Tiere zur Paarung. Am besten sind Rammler zu wählen, die keine Fehler aufweisen, denn ihr Erbgut wird meist zum größeren Teil vererbt. Dennoch ist es unklar, welche Erbanlagen von den Jungtieren übernommen werden. Es könnte somit auch sein, dass die Jungen die gewünschten Anlagen gar nicht erhalten.

Zuchtbeobachtungen

Wenn man eine reine und gute Kaninchenzucht haben möchte, sollten bei der Auswahl der Tiere auch ihre Vorfahren betrachtet werden. Dabei ist zu erkennen, welche Tiere gute Eigenschaften vererben können. Beim Beginn einer Kaninchenzucht sind die ersten Tiere aus einer anderen Zucht zu wählen und die Jungen von diesen zu beobachten. Es ist wichtig alle Vorfahren zu erfassen und natürlich auch die erhaltenen Merkmale aufzuschreiben. Hierbei ist darauf zu achten, dass sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte zur Kenntnis genommen werden.

Aufbau der Zucht von Kaninchen

Der Zentralverband Kaninchenzucht Deutschland gibt Richtlinien vor, wie eine Zucht von Kaninchen sein soll. Nach diesen Vorgaben haben sich alle Kaninchenzucht Vereine zu richten. In den Vereinen befinden sich wiederum die Kaninchenzüchter, die sich an die Richtlinien halten müssen und diese auch ausführen.

Rammler oder Häsin

Die Wahl zwischen dem Rammler oder der Häsin ist gut überlegt sein Der Kauf von Rammler oder Häsin ist eine Entscheidung für viele Jahre, denn Kaninchen können bis zu 10 Jahre werden und bei einer guten Kaninchen Haltung dieses Alter sogar übersteigen.

Oft ist der Kuschelfaktor ein prägender Entscheidungsgrund für einen Kaninchen Rammler oder die Häsin. Viele behaupten, dass die Häsin kuschelig sei und Rammler die wilden Buben im Stall. Diese Behauptung ist aber nicht wahr, denn die Rammler sind die verschmusten Tiere, wenn es um die Wahl zwischen den beiden Geschlechtern geht.

Wenn man ein Kaninchen zum Kuscheln möchte, ist auf jeden Fall der Rammler zu empfehlen. Bei der Entscheidung für das männliche Kaninchen muss man nicht einmal eine Kastration durchführen, weil diese auch so sehr liebenswürdig sind. Eine Kastration kann für das Kuscheln aber sehr von Vorteil sein, weil die kastrierten Kaninchen sanft und schmeichelhaft sind. Man kann sehr viel Freude mit diesen Tieren haben.

Die Wahl für zwei Buben

Die beiden Rammler müssen nach dem Erlangen der Geschlechtsreife, die zwischen dem dritten und sechstem Monat liegt, kastriert werden. Dadurch werden die möglichen Rangordnungskämpfe und Revierkämpfe, die durchaus tödlich enden können, vermieden. Das Zusammenleben der frühzeitig kastrierten Kaninchen funktioniert sogar besser als bei zwei Häsinnen in einem Stall. Die beiden Männchen können untereinander eine gute Freundschaft aufbauen und man hat einen hohen Kuschelfaktor und viel Spaß mit den beiden.

Zwei Weibchen in einem Stall

Die Entscheidung für die Häsin erspart einem die Kosten für die Kastration eines Rammlers. Die beiden Kaninchen können sich untereinander berammeln und dies führt dann zu einer Scheinschwangerschaft. Die hitzige Häsin benötigt viel Auslauf und Platz sich zurück zu ziehen und der anderen Häsin aus dem Weg gehen zu können.

Weibliche und männliche Kaninchen

Wenn bei der Entscheidung eines Kaufs von einem Rammler oder einer Häsin beide Geschlechter gewählt werden, sollte es ein Rammler mit Kastration sein. Das kastrierte Männchen kann nämlich die Häsin während ihrer Hitzen beruhigen.

Kaninchen Fortpflanzung

Kaninchen sind sehr vermehrungsfreudige Tiere und haben somit einen großen Drag zur Fortpflanzung. Die jährliche Anzahl der von einer Häsin aufgezogenen Jungen bestimmen die Fruchtbarkeit eines Kaninchens. Damit sich die Fortpflanzung zu einem Vorteil entwickelt, muss einiges beachtet werden.

Die verschieden großen Kaninchenrassen haben auch ein unterschiedliches Alter bei der Geschlechtsreife zur Kaninchen Fortpflanzung. Die kleinen Rassen sind bereits mit drei bis fünf Monaten geschlechtsreif. Wohingegen die mittelgroßen mit vier bis acht und die großen Kaninchen Rassen mit sieben bis zwölf Monaten die Geschlechtsreife erreichen. Die Angaben des Alters der Geschlechtsreife schwanken in der Literatur leider ziemlich stark.

Die Reife des Geschlechts zur Fortpflanzung ist aber nicht mit dem Beginn der Reife zur Kaninchen Zucht gleichzusetzen. Denn diese liegt bei kleinen Rassen bei etwa sieben Monaten, bei den mittelgroßen Kaninchen Rassen bei acht Monaten und die großen Rassen sind mit neun Monaten zuchtreif.

Es ist zu empfehlen, die Kaninchen-Fortpflanzung mehr als zwei Mal im Jahr durchzuführen. Die Kaninchen können sonst verfetten und es kann dazu kommen, dass Rammler nicht mehr angenommen werden oder es können Probleme bei dem Vorgang der Geburt auftreten. Dabei kann es auch zu Schwierigkeit in den Zitzen kommen, weil die Milch zum Beispiel nicht „einschießen“ kann.

Die Fortpflanzung

Kaninchen haben keinen regelmäßigen Sexualzyklus, sind deswegen ständig paarungsbereit und besitzen somit einen großen Drang zur Kaninchen Fortpflanzung. Nach dem Akt beträgt die Tragezeit der Tiere 28 bis 33 Tage. Die Häsin gebärt zwischen drei und acht nackte, taube und blinde Jungen. Die Zahl der Würfe bei den Zwergkaninchen ist hingegen kleiner als bei den Kaninchen.

Die kleinen Jungtiere sind zunächst hilflos und Nesthocker. Sie werden nach ungefähr sechs Wochen entwöhnt. Nach etwa acht bis zehn Wochen werden die Jungtiere voneinander getrennt, weil es sonst zu Rangkämpfen kommen könnte.

Die Kaninchen Fortpflanzung ist durch den Eisprung beim Deckakt viel effektiver. Dafür sorgt die kopulationsinduzierte Ovulation. Der Uterus duplex ist der zweite Mechanismus und ist dafür zuständig, dass die Weibchen über zwei voneinander unabhängige Organe der Fortpflanzung verfügen. Somit besteht die Möglichkeit einer erneuten Deckung schon nach etwa einer Woche der Geburt des Wurfs.

Die Kaninchen Paarung und richtige Auswahl der Zuchttiere

In der Natur ist es für Kaninchen besonders wichtig, viele Jungen gebären zu können, da meist durch viele Fressfeinde nicht viele überleben. Daher kann eine Kaninchen Paarung bis zu 8mal im Jahr erfolgen.

Die Zuchttiere sollten Rassetypisch sein. Das Aussehen, der Charakter und sonstige Merkmale werden an den Nachwuchs vererbt, daher ist es wichtig vor der Kaninchen Paarung die Zuchttiere genau auszuwählen. Passen die Erbinformationen der Elterntiere gut zusammen, erhält man eher das gewünschte Ergebnis. Daher sollte der Züchter sich mit Geninformationen genau auskennen.

Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Zuchtarten: Bei der Reinzucht nutzt man Kaninchen derselben Rasse und direkten Familie zur Kaninchen Paarung, sodass diese Rasse weiter erhalten wird. Diese Art der Zucht wird auch Linienzucht oder Inzucht genannt. Diese Art der Kaninchen Paarung ist sehr gefährlich, da Erbschäden entstehen können. Bei der sogenannten Fremdzucht nutzt man nur Tiere, welche definitiv nicht blutsverwandt sind zur Kaninchenpaarung. Diese Art der Zucht wird vor allem für Anfänger empfohlen. Und bei der letzten Zuchtart, der Kreuzungszucht, nutzt man Tiere verschiedener Rassen zur Paarung. Dadurch können neue Rassen entstehen, welches das Ziel dieser Zucht ist.

Das Paarungsverhalten

Die erste Paarung sollte frühestens mit Tieren stattfinden, welche mindestens ein halbes Jahr alt sind, obwohl sie schon nach einigen Wochen geschlechtsreif sind, da sonst gesundheitliche Gefahren auf die Häsin zukommen können. Der Rammler sollte kleiner sein als die Häsin, da es sonst während der Geburt mit zu großen Jungen zu Komplikationen kommen kann.

Die Paarungsbereitschaft hängt von vielen Faktoren ab, wie Futter, Temperatur und Haltung. Oft ist es daher einfacher im Sommer zu züchten, da die Tage dort am längsten sind. Die Paarung kann stattfinden, wenn die Häsin hitzig ist. Man erkennt es daran, dass ihre Genitalien gerötet und geschwollen sind und sie sehr unruhig ist.

Die Paarung sollte grundsätzlich bei dem Rammler oder an einem neutralen Ort stattfinden, da die Häsin sonst sehr aggressiv reagieren kann. Ebenfalls sollte der Rammler nicht bei der Aufzucht oder Trächtigkeit anwesend sein. Die Häsin könnte vor Nervosität ihre Jungen auffressen und generell aggressiv reagieren. Die Häsin sollte einige Tage beim Rammler bleiben, um sicher sein zu können, dass die Paarung geklappt hat. Nun sollte man sich das Deckdatum notieren, um den ungefähren Geburtstermin errechnen zu können.

Der Deckakt selbst läuft sehr schnell ab. Zuerst folgt der Rammler der Häsin solange bis sie stehenbleibt und steigt dann auf ihren Rücken auf. Erst wenn die Häsin dabei flach auf dem Boden liegt und ihr Hinterteil nach oben reckt, kann man von einer Kaninchen Paarung sprechen. Einige Sekunden nachdem der Rammler eingedrungen ist, lässt er von der Häsin ab und bleibt einige Zeit starr sitzen. Einige Stunden später wird die Häsin befruchtet indem der Eisprung ausgelöst wird.

Kann man Kaninchen künstlich besamen?

Die künstliche Besamung wird hauptsächlich in der Massenzucht eingesetzt, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen und die Kosten zu senken, da keine männlichen Tiere gehalten werden müssen. Durch diese Art der Befruchtung können vor allem Krankheiten leichter ausgeschlossen werden.

Geburt und Tragezeit bei Kaninchen

Die Kaninchen Geburt ist für die meisten Menschen ein aufregendes Ereignis. Wie verhält sich mein Kaninchen vor und während der Kaninchen Geburt? Was ist meine Aufgabe bei der Kaninchen Geburt? Das Verhalten der werdenden Mutter verändert sich grundlegend und es gibt einiges zu beachten.

Für Dich ist es besonders wichtig, Deine Häsin mit genug Wasser und Nährstoffen zu versorgen, damit keine Probleme während der Geburt oder der Tragezeit entstehen. Kurz vor der Kaninchen Geburt sollte der Käfig noch einmal gründlich gesäubert werden und besonders viel Nistmaterial zur Verfügung gestellt werden. Aus diesem Nistmaterial baut die Mutter in einer Ecke oder einem Häuschen im Käfig ein rundes Nest, in dem ihre Jungen nach der Kaninchen Geburt warm liegen.

Es ist wichtig, dass in der Tragezeit besonders viel Wasser zur Verfügung steht, da die Häsin durch die Milchentwicklung, die Anstrengung und die bevorstehende Zwergkaninchen Geburt einen erhöhten Bedarf hat. Man kann in dieser Zeit schon die Jungen ertasten und gegebenenfalls sogar zählen.

Die Geburt beginnt

Die Tragezeit ist nun zu Ende und die Babys werden geboren. Allerdings benötigt die Häsin während der sehr schnell verlaufenden Geburt keine Hilfe, da sie die Jungen selbstständig säubert, den Kreislauf anregt und die Nachgeburt auffrisst. Nur wenn Probleme auftreten, sollte man eingreifen, und mit dem Kaninchen sofort zum Tierarzt fahren.

Den Beginn der Geburt erkennt man daran, dass die Häsin meist frühmorgens hektisch im Stall umher läuft. Geschieht die Kaninchen Geburt außerhalb des Nestes und die Mutter bringt sie nicht selbst hinein, sollte man dies für sie tun, da die Jungen sonst unterkühlen können. Ist ein Junge krank oder durch die Geburt leicht verletzt, kann dies dazu führen, dass die Häsin ihr Junges auffrisst. Kannibalismus kann außerdem auftreten, wenn die Mutter in der Tragezeit zu wenig Nährstoffe erhalten hat.

Was passiert in der Tragezeit?

Während der Tragezeit, welche ca. 28-33 Tage beträgt, baut die Mutter ein Nest, in dem sie bei der Geburt ihre Jungen ablegen wird. Sind dies zu viele, kann es passieren, dass die Mutter zu wenig Milch hat, so dass die Babys ebenfalls anderen Müttern untergeschoben werden können. Dabei besteht immer die Gefahr, dass die Jungen von der fremden Mutter getötet werden könnnen.

Eine Tragezeit erkennt man bereits daran, dass es das Streu umher trägt, an der Nervosität und Aggressivität. In dieser Zeit sollte die Häsin nicht allzu oft gestört oder hochgenommen werden, da sie sich oder ihre Jungen dadurch verletzen könnte.

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Aufzucht von Kaninchen

Es ist sehr wichtig, die Jungen sechs bis acht Wochen bei der Häsin zu lassen, da Kaninchen in dieser Zeit auf die Muttermilch angewiesen sind. Es bauen sich Muskeln und Knochen auf, das Sozialverhalten wird erlernt und die Muttermilch stärkt in der Kaninchen Aufzucht die Körper und das Immunsystem. Kaninchen aufziehen ist dementsprechend fast allein Aufgabe der Häsin.

Wie entwickeln sich die jungen Kaninchen?

Kaninchen sind Nesthocker, das heißt sie liegen nach Geburt nackt, blind und taub im Nest. Gesunde Babys haben einen Milchbauch, das heißt, man sieht die Muttermilch durch die noch dünne Haut schimmern. Sehen die Jungen faltig aus und reagieren nicht, sind sie meist krank, tot oder missgebildet. An ihren Milchbäuchen kann auch man erkennen, ob die Mutter genug Milch hat um alle Kaninchen aufziehen zu können.

Die Kindertage in der Kaninchen-Aufzucht

5 – 8 Tage nach der Geburt entwickeln sich leichte Fellhaare und bis spätestens zum 14. Lebenstag öffnen sie die Augen und Ohren. Schon bevor sie die Augen öffnen, sollte man die jungen Kaninchen an die Menschenhand gewöhnen.

In der zweiten und dritten Woche der Kaninchenaufzucht haben die Jungen ein sehr weiches Babyfell und erkunden den Käfig. Je älter sie werden, desto neugieriger erkunden sie den Käfig und alles was sich darin befindet. Die Muttermilch wird ab der 4. Lebenswoche eher nebensächlich, da sich die Verdauung auf feste Nahrung umstellt. In dieser Phase der Kaninchenaufzucht ist auch der intensive Kontakt mit dem Menschen sehr wichtig.

Aber der siebten Woche ernähren sich die Babys selbstständig und haben die Kaninchenaufzucht hinter sich gelassen. Die Mutter muss nicht weiter ihre Kaninchen aufziehen. Sie testen ihre Rangordnung und wechseln in dieser Zeit das Fell zum ersten Mal.

Wann ist die Kaninchenaufzucht beendet?

Wenn nach elf Wochen die Geschlechtsreife eintritt, ist es wichtig, die Jungen von ihrer Mutter zu trennen, damit es nicht erneut zu einer Trächtigkeit kommen kann.

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