Zwerghamster sind ungesellige Einzelgänger

Freche dunkle Knopfaugen, ein weiches Fellchen, ein putziges Hamstergesicht und nur 8 cm groß. Der äußere Schein trügt gewaltig, was da so niedlich daherkommt, ist ein ungeselliger Einzelgänger aus den fernen Steppenwüsten Asiens.

Der Zwerghamster, den es in vier Arten gibt, ist seinem kargen Lebensraum hervorragend angepasst. In den lockeren Sand der zentralasiatischen Wüsten gräbt einen Gang zu seiner Wohnhöhle, die er mit Kamelhaaren auspolstert. Er durchstreift hauptsächlich nachts ein großes Territorium auf der Suche nach Körnern und Insekten. In den Backentaschen sammelt er nach typischer Hamsterart Vorräte, denn Winterschlaf kennt er nicht. Zur Fellpflege genügt ihm ein Sandbad. Viele Feinde lauern dem Zwerg auf, doch weiß er sich mit seinen scharfen Nagezähnen mutig zu wehren. Die Gesellschaft von Artgenossen dulden Hamster nur während der Paarung. Bis zu sieben Junge zieht ein Weibchen alleine groß.

Nach 21 Tagen sind Zwerghamster schon geschlechtsreif und wandern ab, um ein eigenes Revier zu besetzen. Ein langes Leben ist ihnen nicht beschieden. Selbst in Gefangenschaft werden sie nicht älter als zwei bis drei Jahre.

Erst im 18. Jahrhundert entdeckten die Naturforscher die Zwerghamster. Vier Arten sind bekannt: der Dsungarische Zwerghamster, der Campbell Zwerghamster, der Roborowski Zwerghamster und der Chinesischen Streifenhamster.

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Der Dsungarische Zwerghamster wird bis zu 11cm groß und wiegt nicht mehr als 55 g. Sein Fell ist graubraun auf dem Rücken und weiß bis hellgrau am Bauch. Über den Rücken verläuft ein auffälliger dunkler Aalstrich. Im Winter wechselt die Fellfarbe zu weiß, so passt sich der kleine Kerl perfekt seiner Umgebung an. Zuchttiere gibt es auch in den Farben „Saphir“ (blaugrau) und perlmutt (weiß).

Der Roborowski- Zwerghamster bewohnt die Wüstengebiete Chinas, der Mongolei und der Mandschurei. Mit einer Länge von höchstens 9 cm und einem Gewicht von 26 g ist er der kleinste Hamster. Die Fellfarben variieren je nach Lebensraum von hellbraun über graubraun bis grau mit weißem Bauch.

Der Campbell-Zwerghamster, manchmal auch „russischer Zwerghamster“ genannt, wird in verschiedenen Farbschlägen, auch gescheckt, gezüchtet und gilt als besonders lebhaft. Er ist durchaus auch einmal während des Tages aktiv.

Der Chinesische Streifenhamster gleicht äußerlich den anderen Zwerghamsterarten, wird aber in Gefangenschaft schneller zutraulich und lässt sich anfassen.

Alle Zwerghamster brauchen ein geräumiges, abwechslungsreich gestaltetes Gehege und sind als Kuscheltiere für Kinder ungeeignet.

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