Die Körpersprache der Katzen

Um zu kommunizieren, nutzen Katzen nicht nur ihre Stimme. Katzen untereinander verständigen sich mit Ihrer ausdrucksstarken Körpersprache.

Auch uns gegenüber drücken sie ihre Stimmung auf diese Weise aus. Hier ein paar grobe Anhaltspunkte, die man jedoch immer in Kombination miteinander bewerten sollte:

Ohren einer Katze

  • Normale, nach vorn gerichtete Haltung = Entspannung, die Katze ist neutral gestimmt
  • Aufgerichtet, Ohren „gespitzt“ = Aufmerksamkeit, Wachsamkeit z. B. beim Entdecken eines Gegenstandes oder bei Geräuschen
  • Zur Seite gedreht = die Katze fühlt sich gestört
  • Nach hinten gedreht, am Kopf anliegend = Aggression, Angriffsstimmung
  • Wechselnde Ohrbewegung, mal nach vorn, mal seitlich = Unschlüssigkeit

Die Augen der Katze

  • Große, geöffnete Augen = Erstaunen, Interesse, Aufmerksamkeit
  • Halb geschlossen = Ruhe und Entspannung
  • Augenzwinkern = Freude, positiv gestimmt, Wohlbefinden
  • Erweiterte Pupillen = die Katze ist aufgeregt, sei es durch Angst, (bei normalem Tageslicht) Aggression, Freude oder starker Aufmerksamkeit (Spiel)
  • Anstarren = Imponieren, z. B. vor einem Angriff
  • Zugekniffen = Angst, Schutz beim Kampf vor Verletzung

Was die Schnurrhaare einer Katze verraten

  • Nach vorn ausgestreckt = aufmerksam, erregt
  • Nach hinten ans Gesicht angelegt = Angst

Der Schwanz einer Katze

  • Normal herunterhängend = neutrale Stimmung
  • Steil aufgerichtet, evtl. Spitze gekrümmt = Freude, Begrüßung
  • Schlagende / peitschende Bewegungen = Gereiztheit, Wut, Ärger, Unruhe (je nach Intensität), aber auch freudige Erregung beim Spielen
  • Aufgerichtet und gesträubt („Flaschenbürste“) = Aggression, Verteidigung, Abschreckung, Drohung, Angst, Schreck

Die Stimme der Katze

Katzen verständigen sich in mit einer Vielzahl von Lautäußerungen in allen Tonarten. Einige dieser Laute verwenden Katzen nur im Umgang mit dem Menschen, wahrscheinlich haben sie sich diese im Laufe der Jahrtausende speziell für die Kommunikation mit uns angeeignet. Manche Katzen „erzählen“ sehr viel, andere gehen eher sparsam mit ihrer Stimme um. Auch von Rasse zu Rasse gibt es Unterschiede. Siamkatzen beispielsweise gelten als sehr „gesprächig“.

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Katzen können ganz liebliche, aber auch schrille, für das menschliche Ohr nicht gerade wohlklingende Laute von sich geben. Ihr Repertoire geht vom Schnurren, Gurren, Fiepen, rollenden Geräuschen über ein liebliches, klagendes, forderndes, bittendes, aufgeregtes, ärgerliches … „Miau“ bis hin zu Knurren, Fauchen und Schreien. Jeder kennt wohl auch die Schreie einer rolligen Katze oder den Gesang eines werbenden Katers. Jede Katze hat ihre persönliche Stimme und bevorzugte Geräusche, die sich unmöglich alle an dieser Stelle aufführen ließen.

Das Schnurren steht meist für Zufriedenheit, jedoch schnurren Katzen selbst in scheinbar ungewöhnlichen Situationen. Sogar schwer kranke oder gar sterbende Katzen schnurren manchmal. In diesem Falle könnte das Schnurren der eigenen Beruhigung dienen oder um dem Gegenüber mitzuteilen, „bitte tue mir nichts“.

Auch gibt es neue Spekulationen über das Schnurren zum Zwecke der Selbstheilung. So sollen die beim Schnurren ausgesendeten Schallwellen z. B. die Heilung von Knochenbrüchen beschleunigen.

Wie und was denkt meine Katze?

Was unser Stubentiger über uns denkt, ist nicht einfach festzustellen. Die Katze ist eher ein Stimmungstier, das sich von Gefühlen leiten lässt. Jedoch hat die Katze ein gutes bildliches Gedächtnis und bringt bestimmte Gegenstände mit Erfahrungen und Erinnerungen in Verbindung. Wenn Sie Ihrer Katze beispielsweise immer vom Einkauf etwas Leckeres mitbringen, kann sie es kaum erwarten, bis Sie mit den Einkaufstüten nach Hause kommen. Sie wird in etwa denken: „Oh, ja, gleich gibt es etwas Schönes“ und sich freuen.

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Auch hat die Katze eine ausgeprägte innere Uhr. Sie weiß genau, wann Sie nach Hause kommen. Wenn Sie immer zur gleichen Zeit nach Hause kommen und sich einmal verspäten, wird sie sich denken: „Wo bleibt er/sie nur?“ In solchen Situationen denkt die Katze mit großer Zuneigung an Sie, da es sicherlich anschließend Streicheleinheiten oder ein Leckerli gibt.

Ihre Katze macht sich über Sie so manches Gedanken. Diese werden von Ihrer Körpersprache beeinflusst. Manche menschlichen Äußerungen kann die Katze jedoch überhaupt nicht einordnen, z. B. wenn Sie sie auslachen. Im Grunde sieht Ihre Katze Sie, was das Verhalten betrifft, als Mitkatze. Wenn Sie mit ihr schimpfen und sich dabei aufrichten und ihr drohen, lässt sie sich davon genau so beeindrucken wie von einer anderen Katze, die ihr so gegenübertreten würde.

Wenn das Schimpfen jedoch ungerechtfertigt ist, versteht die Katze Sie nicht, sie wird misstrauisch oder nimmt Sie in Zukunft weniger ernst.

Wie reagiert eine Katze bei Verboten?

Viele Katzen ärgern sich über bestimmte Verbote und kommen diesen, wenn überhaupt, nur äußerst widerwillig nach. Sie mögen in diesem Augenblick denken: „Was soll denn das, er verdirbt mir aber auch immer meine Pläne!“ Wenn die Katze aufgrund konsequenter Erziehung weiß, dass sie einen Fehler gemacht hat, könnte sie auch denken: „Stimmt, das darf ich nicht. Er hat mich wieder daran erinnert.“ Wenn Sie mit freundlicher Stimme rufen, sich vielleicht dabei hinhocken, denkt die Katze, Sie haben etwas für sie oder wollen sie streicheln. Eine solche Geste kann sie bestens einordnen.

Ihr Stubentiger hat gewisse Erwartungen und Forderungen an Sie. Wenn er miauend vor der Tür sitzt, erwartet er, dass Sie ihn hinaus lassen. Wenn Sie dem nachkommen, ist er mit Ihnen zufrieden. Außerdem erwartet Ihr Hausgenosse, dass Sie mit ihm spielen. Das gemeinsame Spiel mit ihrem Menschen macht der Katze großes Vergnügen, sie wird sicherlich denken: „Toll, das macht Spaß! Ein wunderbarer Spielkamerad.“ Auch beim Streicheln und schmusen denkt sie mit Sicherheit positiv über Sie.

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Wenn jemand seine Katze ärgert, mag sie das natürlich überhaupt nicht. Sie lässt viel über sich ergehen, hat oft eine Menge Geduld, weil sie nicht versteht, was „ärgern“ ist. Sie wird entweder verwirrt vom Verhalten ihres Menschen sein oder misstrauisch werden und ihm nicht mehr über den Weg trauen. Katzen sind außerdem sehr betroffen, wenn Sie plötzlich weniger Zeit und Aufmerksamkeit für sie haben. Auch bei gewissen Veränderungen der Lebensumstände, wie z. B. Familienzuwachs, fühlen sie sich vernachlässigt und denken sicher so etwas wie: „Die haben mich nicht mehr gern und wollen mich nicht mehr.“ Solche Veränderungen führen auch sehr oft zu Verhaltensstörungen, mit denen die Katze ihren Unmut und ihre Traurigkeit zum Ausdruck bringt.

Denken und Fühlen gehen bei der Katze fließend ineinander über. Ihre Stimmungen sowie auch die Stimmung der Menschen, mit denen sie in Kontakt kommt, beeinflussen die Katze stark. Was genau die Katze denkt, werden wir wohl nicht ergründen können, aber Verhalten, Körpersprache und Laute in Kombination miteinander sind sehr aufschlussreich. Jeder Katzenbesitzer lernt die Eigenheiten seiner Katze(n) kennen und wird sie so im Laufe der Zeit immer besser verstehen.

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