Hundesportarten im Überblick

Agility – Was ist das eigentlich für ein Hundesport?

Agility (engl.: Wendigkeit, Gewandtheit) ist eine klassische Teamsportart, die vom Hund und seinem Besitzer praktiziert wird. Sie stammt ursprünglich aus dem Pferdesport in England, bei der ein Reiter sein Pferd durch einen Parcours mit Hindernissen führte. Schnell erkannten begeisterte Hundebesitzer, dass dies auch für Ihre Hunde eine interessante und abwechslungsreiche Sportart sein könnte. Die Idee für diesen Hundesport ist dann im Jahre 1977 auf der bekannten Crufts Dog Show, der größten Hundeausstellung der Welt, in London ausgefeilt worden und hat sich bis heute mehr und mehr etabliert.

Beim Agility laufen Hund und Halter gemeinsam einen Parcours mit Hindernissen ab, wobei der Mensch den Hund führt. Ziel ist es, den Parcours möglichst schnell und ohne Fehler zu absolvieren. Diese Sportart soll das Geschick und die Auffassungsgabe der Hunde prüfen und fördern.

Der Agility-Parcours

Der Agility-Parcours besteht aus 12 bis 20 Hindernissen. Diese werden auf einer Fläche von ca. 800 m² aufgestellt. Die Strecke des Parcours, die in etwa eine Länge von 100 bis 200 Metern beträgt, muss in einer vorgesehenen Zeit bewältigt werden. Da jedes Hindernis seine eigene Komplexität aufweist, müssen die Teilnehmer sie sehr genau einstudieren und trainieren.

Grundlegende Hindernisse eines Parcours sind:

  • Schrägwand
  • Wippe
  • Viadukt oder Mauer
  • Laufsteg
  • Reifen
  • Tisch
  • Buschhürde
  • Slalom
  • Weitsprung
  • Stofftunnel
  • Fester Tunnel

Jeder Agility-Parcours setzt sich mindestens aus den oben aufgelisteten Hindernissen zusammen. Dabei werden die Reihenfolge und die Art der Hindernisse vom jeweiligen Richter festgelegt. Sie stimmen über den Pacours ab und richten ihn individuell ein. Jeder Hund kann Agility betreiben, vorausgesetzt er ist gesund und zeigt einen gewissen Willen und Vergnügen an diesem Sport. Achten Sie bitte darauf, ob Ihr vierbeiniger Freund wirklich fit genug ist. Besser ist es, langsam und regelmäßig an einen Sport heranzugehen. Primär sollte bei jeder Hundesportart immer der Spaß für Hund und Besitzer im Vordergrund stehen.

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Discdogging / Dog Frisbee

Seinen Ursprung fand das sogenannte Discdogging im Jahre 1971. Vermutlich durch einen Zufall bemerkte der Amerikaner Alex Stein beim Spielen mit seiner Frisbee, dass sein Hund, ein Whippet-Rüde namens Ashley, ebenso viel Freude wie er selbst daran hat, mit der Frisbee zu spielen.

Nach einiger Zeit des Trainings verbesserte sich das Geschick des Hundes sichtlich. Nach weiteren Trainingseinheiten begann Alex Stein, das Discdogging / Dog Frisbee bekannt zu machen. Dies schaffte er, indem er während einer Spielpause eines Baseballspiels in Los Angeles auf das Spielfeld lief und ganz Amerika das Können seines Hundes Ashley vorstellte. Die Zuschauer waren so begeistert, dass es in kürzester Zeit viele Discdogging-Fans gab. Bis heute erfreuen sich immer mehr Menschen und Hunde an dieser Hundesportart.

Das Schöne an dieser Hundesportart ist, dass man sie eigentlich überall spielen kann, wo eine freie Fläche zur Verfügung steht. Im Internet finden Sie Unmengen an spektakulären Videos, die Sie aber nicht verunsichern sollten. Jeder fängt einmal klein an. Bei diesen Aufnahmen handelt es sich in der Regel um absolute Profis, die schon Jahre lang trainieren und regelmäßig bei Wettkämpfen antreten.

Discdogging: Die 3 verschiedenen Spielvarianten:

Bis heute gibt es drei verschiedene Wettkampfvarianten im Discdogging:

Mini-Distance: Innerhalb von 60 oder 90 Sekunden versucht ein Spieler die Frisbee / Disc möglichst oft zu werfen und von seinem Hund fangen zu lassen. Alle erfolgreichen Fänge des Hundes werden in eine Wertung aufgenommen. Für ein Spielfeld reicht in etwa eine Größe von 20 x 50 Metern. Zudem besteht es aus mehreren Wertungszonen. Je weiter die Disc geworfen wird, umso mehr Punkte erhalten Spieler und Hund.

Long-Distance: Entgegengesetzt zum Mini-Distance gibt es beim Long-Distance kein Zeitlimit. Hier geht es darum, dass ein Spieler drei Discs möglichst weit wirft und der Hund diese auch fängt. Lediglich die vom tierischen Partner geschnappten Discs fließen in die Bewertung mit ein. Von den insgesamt drei Würfen sollte mindestens einer besonders weit sein. Das Team mit dem weitesten Wurf, der vom Hund gefangen wurde, gewinnt das Spiel.

Freestyle: Beim Freestyle erwarten die Richter eine selbst choreographierte, zweiminütige Performance. Das Team aus Mensch und Hund muss innerhalb der zwei Minuten versuchen, mit verschiedenen Wurftechniken und Tricks eine Jury zu beeindrucken. Hierbei steht die eigens entwickelte Choreografie im Mittelpunkt. Mit in die Bewertung fließen beispielsweise die Darstellung des Teams, Einfallsreichtum, Tricks und das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund ein. Den Ideen sind kaum Grenzen gesetzt.

Auch bei dieser Hundesportart gilt: Der Spaß für Hund und Mensch sollte immer Mittelpunkt stehen. Einige Hunde haben einen riesigen Spaß daran, mit Ihnen Discdogging zu spielen. Andere Hunde werden Sie mit einem fragenden Blick anschauen und sich umdrehen. Erzwingen sollten Sie ein Training unter keinen Umständen.

Sie sollten unbedingt darauf achten, dass Sie nur Scheiben zum Spielen benutzen, die für Hunde geeignet sind. Zudem sollte diese Hundesportart möglichst auf einem weichen Untergrund gespielt werden. Diese zwei Faktoren minimieren das Verletzungsrisiko ungemein.

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Longentraining für den Hund

Nein, nicht nur Pferde kann man longieren, auch Hunde können von einen Longentraining profitieren. Vor allem diejenigen, die fast nur an der Leine Auslauf bekommen, profitieren von der in Deutschland noch relativ unbekannten Hundesportart. Sie soll zum Aufbau der Bindung zwischen Hund und Halter beitragen. Da viele Hunde im Zeitalter der Leinenpflicht ein bewegungsloseres Leben führen müssen, kann man sie dank dieser Sportart geistig und körperlich besser auslasten. Das Longieren von Hunden ist in einigen Ländern schon seit den 60er-Jahren bekannt. In Skandinavien beispielsweise wurden Polizeihunde so trainiert, um eine bessere Ausdauer aufzubauen.

Aber nicht nur zum Ausdauertraining ist das Longieren sinnvoll. Es soll uns helfen, die Körpersprache des Hundes besser zu verstehen. Zudem schafft es eine harmonischere Vertrauensbasis und kommt den natürlichen Bedürfnissen eines Hundes entgegen. Rassebedingte Vorlieben wie Jagen, Hüten und Raufen können so kontrolliert ausgelebt werden, was zu einer artgerechten Haltung beiträgt. Außerdem müssen auch die Hunde während des Trainings auf die Körpersprache und Körperhaltung des Menschen achten. Auch für Menschen mit einem Handicap oder gesundheitlichen Einschränkungen ist das Hunde-Longieren sehr gut geeignet, um den Hund körperlich auszulasten.

Ziele des Longierens: Konfrontationen mit Artgenossen vermeiden, Jagdobjekte ignorieren oder Angstobjekte überwinden. Der Hund orientiert sich an seinem Besitzer und wird so weniger von Außenreizen wie fremden Hunden oder Menschen abgelenkt.

Das Longier-Training

Im ersten Trainingsschritt wird der Hund an einer Longe (Begriff aus dem Reitsport für eine 10 m lange Leine) außerhalb des Longierzirkels eingelaufen. Hund und Mensch bewegen sich zu Anfang nebeneinander und sind nur durch ein Absperrband getrennt. Sobald der Hund mehr Sicherheit an der Longe bekommt, wird der Abstand zwischen Mensch und Hund vergrößert.

Nach einer Weile  steht der Hundehalter im Mittelpunkt des Longierzirkels. Durch das Kommando „Lauf“ und mit Blick in die Richtung, in die der Mensch gehen will, soll der Blick nach vorne geschärft werden. Dies soll den Hund dazu verleiten, sich mehr und mehr auf die Höhe des Besitzers begeben und sich an ihm zu orientieren. Sollte der Hund ohne Aufforderung über das Absperrband in das Kreisinnere springen, wird er durch eine bestimmende Körperhaltung, Mimik und einem Zischlaut aus dem Zirkel „geworfen“.

Es kommt dabei aber auf die Wesenszüge Ihres Hundes an. Wenn Ihr Hund eher sensibel ist, sollte der „Rausschmiss“ wesentlich sanfter sein als bei einem charakterstarken Hund. Sobald der Hund der Tabuzone, also dem Kreisinneren, verwiesen wurde, wird wieder fröhlich fortgefahren, den Hund außerhalb des Kreises voranzutreiben. Wenn der Hund stehen bleiben soll, dreht sich der Halter abrupt in die Richtung des Hundes und schaut dabei aber in die andere Richtung. Nach und nach entwickelt sich aus der Longe eine „mentale“ Leine, die später nicht mehr gebraucht wird. So kann sich der Hund auch außerhalb des Kreises frei bewegen, ohne dass Sie die Kontrolle über ihn verlieren.

Wie Sie hier merken, ist so ein Longentraining am Anfang gar nicht so einfach. Verschiedene Hundeschulen bieten Übungsmöglichkeiten und Trainingseinheiten an. Erkundigen Sie sich doch mal, ob die Hundeschule Ihres Vertrauens solche Kurse anbietet. Wer schon Erfahrung mit dem Longieren von Pferden hat, kann dieses Wissen auch bei seinen Hunden anwenden.

Folgende Materialien braucht man für ein Longiertraining:

  • 16 stabile Zelthaken
  • Absperrband
  • einen Gummihammer
  • eine Longe von 5 Metern (10 Meter usw.) für den Radius
  • Triebhilfen: beispielsweise einen Futterdummy oder Spielzeug
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Bitte auf passende Karabiner für kleine und große Hunde achten, um Verletzungen vorzubeugen!

Aufbau eines Longenkreises:

Für das Longiertraining ziehen Sie einen Kreis. In der Mitte des Kreises wird ein Zelthaken in den Boden geschlagen. Befestigen Sie im Anschluss die Fünf-Meter-Leine an dem mittig positionierten Haken. Jetzt können Sie mit der Leine den Abstand bestimmen und den ersten Haken für den Zirkel in den Boden schlagen. Zwei Schritte weiter setzen Sie den nächsten Haken in den Boden. Diese Prozedur wiederholen Sie so lange, bis ein Longierzirkel bzw. Kreis entstanden ist. Achten Sie beim Aufbau des Longierzirkels immer darauf, dass die Zelthaken mit der Kante in das Kreisinnere zeigen, um so Ihren Hund vor Verletzungen zu schützen.

Wenn der Kreis soweit steht können Sie beginnen, das Absperrband um den ersten Haken zuknoten. Im Anschluss wird jeder einzelne umwickelt und am letzen Haken fest verknotet. Das Absperrband sollte schön stramm sein, damit es nicht zu sehr flattert. Jetzt können Sie mit dem Longiertraining starten. Weitere Longiertraining-Alternativen bieten sich u. a. durch das Longieren mit zwei oder mehr Kreisen. So entsteht eine Vielfalt von Beschäftigungsmöglichkeiten für Sie und Ihren Hund.

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