Passivrauchen kann Ihr Haustier töten

Passivrauchen ist in jeder Form schädlich. Darunter leiden jedoch nicht nur Menschen, sondern auch Tiere sind durch das Passivrauchen besonders gefährdet. So zum Beispiel erkranken Katzen durch Passivrauchen bis zu viermal häufiger an Lymphknotenkrebs. Viele Raucher wissen überhaupt nicht, dass unter dem Zigarettenrauch besonders stark die Tiere leiden. Sie nehmen die Schadstoffe sowohl über das Fell auf, als auch über die Atmung. Katzen z. B. nehmen die Schadstoffe beim täglichen Fellputzen auf.

Doch nicht nur Katzen sind vom Passivrauchen betroffen, sondern auch andere Tiere wie Kaninchen, Hunde, Meerschweinchen oder Vögel. Sogar Fische sind vom Passivrauchen betroffen. Ein höheres Risiko für Lungen- und Nasenkrebs durch Zigarettenqualm besteht vor allem bei Hunden. Viele Tiere verbringen in der Wohnung ihr gesamtes Leben und sind gezwungen, die Schadstoffe der Zigaretten einzuatmen, trotz meist empfindlicher Atemwege bei manchen Tieren. Besonders empfindlich auf Änderungen der Luftzusammensetzung sind Vögel, die durch Passivrauchen Fruchtbarkeits-, Herz-, Lungen- und Augenprobleme, Allergien sowie Lungenkrebs- und Lungenentzündungen bekommen können.

Dritter Rauch

Der sogenannte „Dritte Rauch“ ist ein weiteres Problem, da sich auch auf Teppichen, Möbeln, Haut und Kleidung sowie anderen Sachen die Rückstände toxischer Verbindungen ablagern. Katzen und Hunde verbringen genau wie Kinder viel Zeit auf dem Boden, wo sich die toxischen Rückstände in Möbeln, Teppichen und Hausstaub konzentrieren, wodurch die Tabakrauchrückstände ins Fell gelangen. Wenn die Haustiere die Kleidung, Haut oder das Haar des Herrchens ablecken oder sich selbst putzen, dann nehmen sie die toxischen Tabakrückstände auf.

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  • Linke-Grün, Gabriele (Autor)
  • 64 Seiten - 09.08.2014 (Veröffentlichungsdatum) - GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (Herausgeber)

Erhöhtes Erkrankungsrisiko für alle Haustiere

Die schädlichen Partikel bleiben bei Hunden mit größerer Nase in der Nase hängen. So erhöht sich das Risiko einer Nasenkrebserkrankung um das Doppelte. Die krebserregenden Partikel gelangen nahezu ungefiltert in die Lunge von Hunden mit kleineren Nasen und können so zu Lungenkrebs führen. Da Katzen fleißig Fellpflege betreiben, nehmen sie so schädliche Partikel sehr leicht auf. So ist das Risiko bei Katzen bis zu dreimal höher und 90 % der erkrankten Katzen sterben innerhalb eines Jahres.

Da sich Nikotin auch im Wasser löst, kann es hochgiftig für die Fische sein. Sollte Ihr Haustier flüssiges Nikotin für Verdampfer, Kautabak oder eine Zigarette fressen, warten Sie die Vergiftungssymptome nicht ab. Hier ist schnelle Handlung gefragt, da es bei einer Nikotinvergiftung kein Gegenmittel gibt. So sollte das Haustier direkt in eine Tierklinik oder zum Tierarzt gebracht werden. Sie können solchen Situationen vorbeugen, indem Sie alle Kartuschen mit flüssigem Nikotin, Zigarren und Zigaretten außerhalb der Reichweite der Haustiere aufbewahren und auch nicht in der Nähe der Haustiere rauchen. Wenn dies nicht möglich ist, sollten Sie zumindest für ausreichende Durchlüftung sorgen. Die allerbeste Maßnahme ist natürlich mit dem Rauchen aufzuhören oder mindestens nicht in der eigenen Wohnung zu rauchen.

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